Fachinfo


Studie - V. Martinek, A. B. Imhoff

Therapie von Knorpelschäden

Abteilung für Sportorthopädie der Technischen Universität München


Zusammenfassung:

Knorpelschäden führen am Kniegelenk zu deutlichen Funktionseinbußen und stellen grundsätzlich schwer zu behandelnde Präarthrosen dar. Die zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen sind aufgrund der nur geringen Regenerationsfähigkeit des hyalinen Knorpels limitiert. Die weit verbreitete konservative Therapie des Knorpelschadens beschränkt sich im Wesentlichen auf die Verwendung von symptom-reduzierenden Maßnahmen, da der Nachweis von struktur-modifizierender Wirkung bei den heute üblichen Medikamenten bisher nicht schlüssig erbracht werden konnte.

Einen gewissen Stellenwert erreichte die verhältnismäßig günstige orale Supplementierung mit GAG, mit der in klinischen Studien auch langfristige Erfolge demonstriert werden konnten. Die knochenmark-stimulierenden Eingriffe wie Pridiebohrung, Abrasionsarthroplastik oder Mikrofrakturierung der subchondralen Platte unter dem Knorpelschaden bedingen lediglich eine Vernarbung des Defektes und haben praktisch keinen Dauereffekt. Auch die autologe Knorpelzell-Implantation mit Periost-Transplantation führt lediglich zur Bildung eines knorpelähnlichen Ersatzgewebes und besitzt nur einen fraglichen Langzeiteffekt.

Mit der autologen osteochondralen Transplantation wird zwar ein vitaler und funktionsfähiger hyaliner Knorpel eingesetzt, die fehlende Randzonenintegration des transplantierten Knorpels stört jedoch die Integrität der Knorpelfläche. Außerdem entsteht ein langfristig schwer zu schätzender iatrogener Defekt an der Entnahmestelle.

Trotz der genannten Nachteile führen die heute verwendeten Techniken der Knorpelbehandlung mittelfristig zur objektiven und subjektiven Besserung der behandelten Symptome. Eigene Ergebnisse mit der autologen Knorpel-Knochen-Transplantation mittels OATS Technik an verschiedenen Gelenken sind dennoch ermutigend. Zukunft werden aus dem Bereich des Tissue Engineering neue Verfahren zur Herstellung des komplexen hyalinen Knorpelgewebes unter entsprechenden biologischen und physiko-mechanischen Bedingungen in dreidimensionalen Zellkulturen auf Trägermaterialien in Bioreaktoren haben.


Schlüsselwörter: Knorpel, konservativ, operativ, Therapie, Transplantation, OATS

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Positive effect of oral supplementation with glycosaminoglycans and antioxidants on the regeneration of osteochondral defects in the knee joint.


Handl M, Amler E, Braun K, Holzheu J, Trc T, Imhoff AB, Lytvinets A, Filova E, Kolarova H, Kotyk A, Martinek V.

Orthopedic Clinic, University Hospital Motol, V uvalu 84, 150 18 Prague 5, Czech Republic. milan.handl@lfmotol.cuni.cz.


The effect of oral supplementation with glycosaminoglycans (GAG) and radical scavengers (vitamin E/selenium) was investigated for the regeneration of osteochondral defects within rabbits. After creation of defined osteochondral defects in the knee joint, groups of ten animals were given a GAG/vitamin E/selenium mixture or a placebo (milk sugar) for 6 weeks. Following sacrification, histological and histochemical analysis was performed. The amount of synovial fluid was increased in the placebo group while the viscosity of the synovial fluid was significantly enhanced in the GAG group. The amount of sulfated GAG in the osteochondral regenerates (8.8+/-3.6 % vs. 6.0+/- 5.6 %; p<0.03) was significantly higher in the GAG group. In both groups, the GAG amount in the cartilage of the operated knee was significantly higher than in the non-involved knee (p<0.05). Histological analysis of the regenerates in the GAG group was superior in comparison with the placebo group. For the first time, a biological effect following oral supplementation with GAG was demonstrated in healing of osteochondral defects in vivo. These findings support the known positive clinical results.


PMID: 16555950 [PubMed - as supplied by publisher]


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